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10. Juli 2005 CLEEBERG (kw). Am Sonntag war es endlich soweit, nach vielen Monaten intensiver Probenarbeit fuhren die Sänger aus Cleeberg zum Hessischen Chorwettbewerb nach Frankfurt. Als letzte Vorbereitung vor dem großen Auftritt stand eine Stunde Stimmbildung mit der Logopädin Valeska Julisch aus Lindenholzhausen auf dem Programm. Pünktlich um 12:15 Uhr begann dann die Kategorie der großen Männerchöre, und als erster Chor dieser Konkurrenz betraten die Sänger der Harmonie Lindenholzhausen unter der Leitung von Martin Winkler die Bühne. Wie bereits im Vorfeld erwartet, lieferten die Sänger der Harmonie eine lupenreine und überaus beeindruckende Leistung ab, bevor als zweiter Chor der Liederkranz Zellhausen mit ihrem Dirigenten Roman Zöller an der Reihe war. Auch Zellhausen zeigte keinerlei Schwächen in den einzelnen Stücken, und so lastete ein kaum in Worte zu fassender Druck auf den Cleebergern, als diese als letzter Chor die Bühne betraten. Jedem der 67 Sänger und auch Chorleiter Matthias Schmidt war klar, wenn wir hier ganz vorne mitsingen wollen, dürfen wir uns jetzt keinen auch noch so kleinen Fehler erlauben. Denn auf so hohem Niveau wird jede Kleinigkeit sofort mit Punktabzug bestraft und das Rennen wäre gelaufen. So war die Anspannung, unter der die Cleeberger standen, förmlich mit Händen zu greifen.

Als erstes Stück kam "I will praise thee, O Lord" von Knut Nystedt zur Aufführung, es folgten "Saltarelle" von Camille Saint-Saëns, "Der Jäger aus Kurpfalz" von A. von Othegraven, "Mundi renovatio" von György Orbán, "Kyrie" von Jacobus de Kerle und als Abschluss "The drummer and the cook" von Alice Parker/Robert Shaw.

Als die Jury dann die Ergebnisse bekanntgab, hätte man im Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks eine Stecknadel fallen hören können, so gespannt warteten alle auf diesen Moment. Die Harmonie Lindenholzhausen bekam für ihre Liedvorträge sage und schreibe 23,5 Punkte und Zellhausen erhielt 22,0 Punkte. Jetzt hielten die Cleeberger den Atem an und vernahmen 23,0 Punkte für ihre Darbietungen. Der Cleeberger Jubel hielt sich zwar in Grenzen, schließlich war man angetreten, um zum wiederholten Male Hessischer Meister zu werden, aber die 23,0 Punkte und die Auszeichnung "mit hervorragendem Erfolg teilgenommen" gaben den Sängern allen Grund zur Freude. Hatte man doch mit dieser Leistung das ganz große Ziel, die Teilnahme am Deutschen Chorwettbewerb in Kiel, erreicht. Und so machten sich die Cleeberger nebst Fans in zwei großen Reisebussen auf den Weg nach Hause mit dem festen Vorsatz, nächstes Jahr in Kiel wieder gegen die Harmonie Lindenholzhausen anzutreten und bis dahin ist ja noch genügend Zeit, um sich auf erneutes Duell einzustellen. Denn eines hat der knappe Vorsprung der Harmonie von gerade einmal 0,5 Pünktchen gezeigt: unschlagbar ist auch dieser Chor nicht.

Chorleiter Matthias Schmidt zeigte sich nach dem Wettbewerb hoch zufrieden. Als erfolgreichster Chorleiter des 11. Hessischen Chorwettbewerbs fahren gleich alle drei seiner in Frankfurt teilnehmenden Chöre nach Kiel zum Deutschen Chorwettbewerb. Denn nicht nur der MGV Liederkranz Cleeberg, auch der kleine Männerchor und der Frauenchor Cäcilia Lindenholzhausen lieferten mit 23,0 und 22,5 Punkten hervorragende Leistungen ab.

 

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